Gesteuerte Ladekonzepte könnten Netzausbaubedarf für die Energiewende deutlich verringern

Navigant untersucht Investitionsbedarf in das Verteilnetz und gesteuerte Ladekonzepte für Elektromobilität

de
Select Language
English Deutsch

In einer neuen Studie zeigt Navigant auf, wie sich der für die Realisierung der Energiewende nötige Investitionsbedarf in das Verteilnetz deutlich verringern ließe. Navigant erstellte die Studie zusammen mit dem Kompetenzzentrum Elektromobilität und RE-xpertise im Auftrag von Agora VerkehrswendeAgora Energiewende und RAP.

Die Experten untersuchten in unterschiedlichen Szenarien, welcher Bedarf an Investitionen in das Verteilnetz in Deutschland mittel- und langfristig durch die Energiewende mit dem Markthochlauf von Wärmepumpen und Elektromobilität sowie, einem ambitionierten Ausbau Erneuerbarer Energien zu erwarten ist.

Hohe Investitionseinsparungen wären dabei durch die Umsetzung einer Mobilitätswende mit mehr Fuß- und Radverkehr, öffentlichem Verkehr und kollaborativen Mobilitätskonzepten zu erreichen. Die in diesem Szenario deutlich verringerte Zahl von Elektroautos würde zugleich den Bedarf an Ladepunkten deutlich reduzieren.

Ebenso könnte der intelligente Einsatz von netzdienlicher Steuerung der Ladevorgänge, den Netzausbaubedarf erheblich senken. Das gesteuerte Laden außerhalb von Spitzenlastzeiten könnte demnach schon bei 15 Millionen Elektroautos bis 2030 etwa 50% des Investitionsbedarfs einsparen.

Um das volle Einsparpotenzial ausschöpfen zu können, müsste die im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in §14a bestehende Regelung von Netzentgeltermäßigungen für steuerbare Lasten aktualisiert und erweitert werden. Die Studie untersucht verschiedene Konzepte für die praktische Umsetzung von gesteuertem Laden. Die Experten beschreiben außerdem, welche neuen Anforderungen an Mess-, Kommunikations- und Steuerungsprozesse sowie an die damit verbundene Informations- und Kommunikationstechnik entstehen.

Laden Sie die Studie "Verteilnetzausbau für die Energiewende" herunter: agora-verkehrswende.de

Ansprechpartner

Back to top