Grünes Gas könnte einen großen Teil des zukünftigen Gasbedarfs in Deutschland decken

Neue Navigant Studie für den DVGW zeigt bedeutende Grüngaspotenziale auf

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Mit 414 Terawattstunden kann bis zum Jahr 2050 ein großer Teil des zukünftigen Gasbedarfs durch heimische Grüngaserzeugung gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die Navigant im Auftrag des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) erstellt hat.

Navigant untersuchte zwei aufeinander aufbauende Szenarien zur zukünftigen Nutzung der Gasinfrastruktur: zunächst den unmittelbaren Austausch von Kohle, Erdöl und Erdölprodukten durch Erdgas, dann das Ersetzen der fossilen Gase durch erneuerbare Gase bis 2050.

Vom Gesamtpotenzial stammen bis zu 250 TWh pro Jahr aus der Produktion von Biogasen, etwa aus der anaeroben Vergärung von Speiseabfällen, Ernteresten, Gülle oder der Vergasung von Abfallholz. Hinzu kommen die Erträge von Energie- und Winterpflanzen. Durch die Umwandlung von Ökostrom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen in synthetische Kraftstoffe wie Wasserstoff oder Methan (Power-to-Gas) besteht ein weiteres Potenzial von 74 bis 164 TWh – je nach installierter Leistung der EE-Strom-Anlagen.

Navigant quantifizierte außerdem die möglichen Treibhausgaseinsparungen durch die sukzessive Umstellung auf grünes Gas in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Die Experten berechneten dabei auch, welche Priorisierung bei der Allokation der verfügbaren Mengen erneuerbarer Gase anhand von verfügbaren Alternativenergieträgern in den jeweiligen Sektoren erfolgen müsste. Demnach können grüne Gase in allen Sektoren dazu beitragen, 83 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.

Laden Sie die Studie auf dvgw.de herunter.

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